Entstehung des Metal

Entstehung des Metal

Metal. Für viele Außenstehende ist das nur „Krach“, für dich wahrscheinlich Soundtrack, Identität und Ventil. In diesem Guide tauchst du tief in die Entstehung des Metal ein – von den ersten verzerrten Gitarren bis zu den extremsten Subgenres, die heute Clubs, Festivals und Playlists dominieren.

Was meint „Metal“ eigentlich – Musik, Material oder Gefühl?

Wenn du „Metal“ googelst, landet vieles erst mal beim Material Metall. „Metal auf Deutsch“ heißt tatsächlich Metall – chemisches Element, Werkstoff, glänzende Oberfläche. In unserem Kontext geht es um Heavy Metal Music, kurz: Metal Music oder einfach Metal.

Metal steht hier für:

  • eine Musikrichtung, die auf lauten Gitarren, starken Rhythmen und klar erkennbaren Riffs basiert
  • eine Subkultur, die sich bewusst vom Mainstream abgrenzt
  • eine Ästhetik, die von Leder und Nieten bis zu Corpsepaint oder Dark Fashion reicht

Wenn du bei EASURE unterwegs bist, kennst du die Spannbreite: vom klassischen Heavy-Metal-Shirt bis zum Black-Metal-inspirierten Dark-Art-Motiv. Metal ist kein Modegag – Metal ist ein über Jahrzehnte gewachsener, globaler Kulturraum.

Vor dem Metal: Blues, Rock ’n’ Roll und britischer Hard Rock

Bevor es Metal hieß, stand am Anfang Blues. Schwarze Musiker in den USA schufen zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Grundlage: Pentatonik, Call-and-Response, raue Emotion. Daraus entwickelte sich Rock ’n’ Roll – Elvis Presley, Chuck Berry, Little Richard.

In den 1960er-Jahren explodierte diese Energie in britischen und US-amerikanischen Rockbands. Für die Entstehung des Metal sind vor allem drei Stränge entscheidend:

  1. Blues Rock – etwa Cream, The Jimi Hendrix Experience, Led Zeppelin
  2. Hard Rock – Deep Purple, Uriah Heep, später AC/DC
  3. Psychedelic und Garage Rock – verzerrter, aggressiver, wilder

Wichtige Zutaten, die später Metal prägten:

  • laut übersteuerte Gitarren
  • Powerchords (vereinfachte Akkorde, die hart und fokussiert klingen)
  • verzerrte Basslinien, die mit der Gitarre verschmelzen
  • Schlagzeug mit Betonung auf Bassdrum und Snare
  • Texte über Rebellion, Freiheit, existenzielle Themen

Die Geburt des Heavy Metal: Ende der 60er, Anfang der 70er

Black Sabbath, Deep Purple, Led Zeppelin – die Urväter

Die meisten Historiker der Metal Music setzen die Geburtsstunde des Heavy Metal zwischen 1968 und 1970 an. Drei Bands stechen heraus:

  • Black Sabbath (Birmingham)
  • Deep Purple (UK)
  • Led Zeppelin (UK)

Black Sabbath gelten als der Inbegriff des frühen Metal. Ihre Musik:

  • extrem tiefe, bedrohliche Riffs
  • langsame, schwere Grooves
  • Texte über Okkultismus, Krieg, gesellschaftliche Angst

Das ikonische Riff des Songs „Black Sabbath“ nutzt einen sogenannten Tritonus – ein Intervall, das in der Kirchentonlehre als „diabolus in musica“ galt. Dieses „teuflische“ Intervall, kombiniert mit Glocken, Regen, Donner und Cover-Art voller Dunkelheit, definierte eine neue Klangsprache: Schwere, Dunkelheit, Bedrohung.

Deep Purple und Led Zeppelin legten andere Schwerpunkte:

  • Deep Purple: schnellere Songs, Virtuosität, Orgel-Gitarren-Duelle
  • Led Zeppelin: Blues-basiert, mystisch, mit deutlichen Folk- und Hard-Rock-Elementen

Zusammen bildeten diese Bands das Fundament, aus dem sich das entwickelte, was Leute später als Heavy Metal bezeichneten.

Wichtige Merkmale des frühen Metal

Ab Anfang der 70er kristallisierten sich typische Bausteine heraus:

  • Gitarrensound: stark verzerrt, oft mit Wah-Wah oder Overdrive
  • Riffs: wiedererkennbare, kantige Motive statt nur Akkordbegleitung
  • Rhythmus: von langsamen Doom-Grooves bis zu schnellen Uptempo-Nummern
  • Gesang: durchsetzungsstark, oft mit hohem Tonumfang (Ian Gillan, Robert Plant, später Rob Halford)
  • Themen: Krieg, Tod, Religion, Okkultismus, Macht, Rebellion

Die 1970er: Heavy Metal wird zur eigenen Szene

Von Hard Rock zu Heavy Metal

In den 1970ern formte sich der Begriff Heavy Metal Schritt für Schritt. Musikjournalisten nutzten „heavy metal“ zuerst abfällig, um besonders laute Rockbands zu beschreiben. Die Fans nahmen den Begriff an, verwandelten ihn in ein Identitätslabel und gaben ihm Stolz.

Wichtige Entwicklungen:

  • Black Sabbath veröffentlichen Album um Album und festigen den dunklen, „doomigen“ Sound.
  • Judas Priest bringen ab Mitte der 70er ein klareres, schnelleres Metal-Profil mit zweistimmigen Gitarren und prägendem Leder-und-Nieten-Look.
  • Kiss, Scorpions, Rainbow, Motörhead schieben jeweils eigene Facetten in Richtung Metal, von theatralischem Hard Rock bis zu Proto-Thrash.

In dieser Phase trennt sich Metal zunehmend vom klassischen Rock:

  • mehr Fokus auf Riff und Härte
  • eigenständige Metal-Kultur mit Fanzines, speziellen Clubs, später eigenen Festivals
  • erste optische Codes: Lederjacken, Patches, Bandshirts, lange Haare

Wenn du schon einmal auf einem Metal-Festival warst (zu denen es bei uns einen Vergleich im Beitrag Metal Festivals im Vergleich gibt), kennst du diese Codes – sie funktionieren bis heute.

Judas Priest und der Look des Metal

Besonders Judas Priest prägten den visuellen Metal-Style:

  • Nieten, Leder, Ketten
  • Motorrad-Ästhetik
  • Bühnenoutfits als bewusste Rüstung

Die New Wave of British Heavy Metal (NWOBHM) – Anfang der 80er

Ende der 70er und Anfang der 80er explodiert in Großbritannien eine neue Generation von Bands: die New Wave of British Heavy Metal (kurz NWOBHM). Hier entsteht das, was viele als „klassischen“ Metal-Sound wahrnehmen.

Typische Merkmale der NWOBHM

  • schnellere Songs, angefeuert von Punk-Energie
  • betonte Twin-Guitar-Leads (zweistimmige Gitarrenläufe)
  • hymnische Refrains, oft mit Mitgröl-Potenzial
  • Texte über Fantasy, Geschichte, Krieg, Mystik

Wichtige Bands:

  • Iron Maiden
  • Saxon
  • Def Leppard (an der Schnittstelle zu Hard Rock und AOR)
  • Angel Witch
  • Diamond Head

Iron Maiden werden zur Speerspitze. Alben wie „The Number of the Beast“ und das ikonische Maskottchen Eddie prägen Generationen von Fans, Coverkünstlern und T-Shirt-Designern. 

Metal als Jugendkultur

Mit der NWOBHM verankert sich Metal endgültig als eigene Jugendkultur:

  • Metal-Fans identifizieren sich über Bands, Patches, Backpatches, Buttons
  • Konzerte werden zu Ritualen, in denen Headbanging, Fistbanging und Mitsingen zum Standard gehören
  • erste Open-Air-Festivals mit klarem Metal-Schwerpunkt entstehen

Spätestens hier gilt: Metal ist mehr als Musik – Metal ist Lebensstil.

Die Geburt der großen Metal-Genres: Thrash, Glam, Power Metal

Thrash Metal – Aggression und Geschwindigkeit

Anfang bis Mitte der 80er entwickelt sich Thrash Metal in den USA, vor allem in Kalifornien und der Bay Area, aber auch in New York und später in Deutschland.

Merkmale:

  • extrem schnelle Tempi
  • aggressive, teils geschriene Vocals
  • politisch und gesellschaftskritisch geprägte Texte
  • Riffs mit starkem Punk-Einfluss

Zentrale Bands:

  • Metallica
  • Slayer
  • Megadeth
  • Anthrax

Diese Big Four machten Thrash Metal massentauglich, ohne seine Härte komplett zu verlieren. Die Evolution geht bis heute weiter – jüngstes Beispiel ist das neue Kreator-Album „Krushers of the World“, das 2026 als Thrash-Metal-Brett mit moderner Produktion erschien.

Glam Metal / Hair Metal – Exzess, Hooks und MTV

Zur gleichen Zeit entsteht vor allem in Los Angeles ein komplett anderer Metal-Ansatz: Glam Metal oder Hair Metal.

Merkmale:

  • eingängige Refrains
  • starke Betonung von Hooks und Melodien
  • glitzernde Bühnenoutfits, Make-up, hoher Entertainment-Faktor
  • Songs über Liebe, Sex, Exzess, Party

Bands wie Mötley Crüe, Poison oder Ratt füllen Arenen. MTV spielt ihre Videos in Dauerschleife. Aus Sicht der Underground-Community wirkt das oft zu glatt – ein Konflikt, der die Metal-Szene bis heute in „authentisch“ vs. „kommerziell“ aufspaltet.

Power Metal – epische Hymnen und Fantasy-Welten

Im späten 80er- und frühen 90er-Jahren verfestigt sich Power Metal, besonders in Europa.

Merkmale:

  • hohe, klare Vocals
  • schnelle Double-Bass-Drums
  • Gitarrenleads mit klassischer Melodik
  • Fantasy-, Mittelalter- oder Sci-Fi-Themen

Helloween, Blind Guardian, später HammerFall, Stratovarius oder Sabaton stehen für diese Richtung. Aktuell hält die Popularität an – neue Alben wie „Break the Silence“ von Beyond the Black verbinden Power Metal und symphonische Elemente, modern produziert und für große Bühnen optimiert.

Extreme Metal: Death, Black und die dunklen Abzweigungen

Metal wäre nicht Metal, wenn es nicht immer noch extremer ginge. Ab Ende der 80er schieben Bands Klang und Inhalt über bisherige Grenzen.

Death Metal – Brutalität, Technik und Tabubruch

Death Metal entwickelt sich aus Thrash, Hardcore und experimentellen Extrem-Ansätzen. Zentrale Merkmale:

  • Growls und Grunts statt klarem Gesang
  • tiefer gestimmte Gitarren
  • komplexe Riffs und Tempowechsel
  • drastische Texte über Tod, Gewalt, Gesellschaft, Horror

Frühe Wegbereiter: Death, Possessed, Morbid Angel, Obituary. Später entstehen:

  • Melodic Death Metal (At the Gates, In Flames, Dark Tranquillity)
  • Technical Death Metal (Necrophagist, Archspire)

Black Metal – Kälte, Spiritualität, Radikalität

Black Metal entstand parallel zu Death Metal, aber mit anderem Fokus:

  • rauer, oft „lo-fi“ produzierter Sound
  • schrille, keifende Vocals
  • Tremolo-Picking an Gitarren
  • atmosphärische, repetitive Strukturen

Die erste Welle (Venom, Bathory, Hellhammer/Celtic Frost) legte den Grundstein. Die zweite Welle in Norwegen (Mayhem, Darkthrone, Burzum, Emperor) radikalisierte Sound und Ideologie, oft verbunden mit Skandalen und Verbrechen.

Inhaltlich geht es um:

  • Satanismus, Anti-Christentum
  • Natur- und Pagan-Spiritualität
  • Nihilismus oder misanthropische Weltbilder

In der Ästhetik verbindet sich Black Metal stark mit Gothic, Darkwear und okkulter Symbolik. Corpsepaint, Invertierung christlicher Symbole, Baphomet, Pentagramme – all das taucht in Fashion, Schmuck, Tattoos und Dark-Art-Designs auf.

Extreme Metal heute

Aktuelle Extreme-Metal-Bands verbinden:

  • symfonische Arrangements
  • Elektronik
  • progressive Songstrukturen

Cradle of Filth etwa veröffentlichte 2025 mit „The Screaming of the Valkyries“ ein Album, das Extreme Metal mit Dark Metal und Gothic-Atmosphäre verbindet.

Für viele Gothic-Fans ist diese Schnittstelle der Punkt, an dem Metal richtig spannend wird – Härte trifft auf Atmosphäre, Aggression auf Theatralik.

Crossover und Alternative Metal: Grenzen lösen sich auf

In den 90er- und 2000er-Jahren verwischt Metal die Genre-Grenzen. Einige wichtige Strömungen:

Groove Metal & Alternative Metal

  • Pantera, Sepultura, Machine Head fokussieren auf Groove, wuchtige Riffs und moderne Produktion.
  • Tool, Deftones, System Of A Down verbinden Metal mit Alternative Rock, Kunstrock oder experimentellen Ansätzen.

System Of A Down haben 2026 erneut große Shows in Deutschland angekündigt und beweisen damit, wie relevant ihr Crossover-Sound bleibt.

Nu Metal

Nu Metal mischt Metal mit:

  • Hip-Hop (Rap-Parts, DJ-Elemente)
  • Industrial
  • Alternative Rock

Bands wie Korn, Limp Bizkit oder Linkin Park prägen eine ganze Generation und stehen 2026 wieder als Headliner auf großen Festivals.

Metalcore, Post-Metal, Djent

Später kommen noch feinere Verästelungen:

  • Metalcore: Metal-Riffs + Hardcore-Breakdowns
  • Post-Metal: atmosphärische, lange Songs mit Postrock-Einflüssen
  • Djent: polyrhythmische, tiefgestimmte Gitarren, oft stark produziert

Diese Entwicklung zeigt: Metal adaptiert permanent neue Einflüsse, ohne seine Grund-DNA zu verlieren – Lautstärke, Intensität, emotionale Wucht.

Metal in Europa und Deutschland – vom Ruhrpott bis Wacken

Deutsche Metal-Bands und ihr Einfluss

Deutschland spielt in der Metal-Geschichte eine zentrale Rolle:

  • Scorpions: internationale Hard-Rock- und Metal-Erfolge in den 70ern und 80ern
  • Accept: prägen Speed- und frühe Power-Metal-Elemente
  • Kreator, Sodom, Destruction: deutsche Thrash-Legenden, die bis heute aktiv sind

Wacken und die Festival-Kultur

Kaum etwas symbolisiert die Entstehung und Weiterentwicklung des Metal in Deutschland so stark wie das Wacken Open Air:

  • Anfangs ein kleines Dorffestival
  • heute eines der größten Metal-Festivals der Welt
  • 2025 feierten 85.000 Fans

Festival-Feeling ist Kern der Metal-Kultur: Staub, Regen, Bier, Schlamm, Freundschaften. Wenn du eintauchen willst, lohnt sich ein Blick auf den Beitrag Metal Festivals im Vergleich, in dem wir unterschiedliche Events gegenüberstellen.

Metal und deutsche Gothic-Szene

In Deutschland verschränken sich Metal, Gothic und Dark Culture eng:

  • gemeinsame Festivals und Clubnächte
  • Überlappung bei Bands (z. B. Dark Metal, Gothic Metal)
  • ähnlicher Anspruch: Abgrenzung, künstlerischer Ausdruck, gesellschaftliche Kritik

Metal-Subgenres – kurze Orientierung im Genre-Dschungel

Metal hat sich seit seiner Entstehung in Dutzende Genres verzweigt. Einen eigenen Überblick findest du im Artikel Metal Genres im Überblick. Hier eine kompakte Tabelle, um Zusammenhänge zu sehen:

Genre Klangcharakter Typische Themen Beispielhafte Acts
Heavy Metal mittlere bis hohe Tempi, klare Vocals, eingängige Riffs Freiheit, Rebellion, Fantasy, Krieg Iron Maiden, Judas Priest, Saxon
Thrash Metal sehr schnell, aggressiv, präzise Riffs Politik, Krieg, Gesellschaftskritik Metallica, Slayer, Kreator
Death Metal tiefe Growls, komplexe Riffs, hohe Lautstärke Tod, Horror, Existenzangst Death, Morbid Angel, Archspire
Black Metal rauer Sound, Tremolo-Picking, schriller Gesang Religion, Natur, Nihilismus, Okkultismus Mayhem, Darkthrone, Emperor
Power Metal schnell, melodisch, hoher Gesang Fantasy, Heldengeschichten, Mythologie Helloween, Blind Guardian, Beyond the Black
Gothic Metal melancholisch, atmosphärisch, oft weiblicher Gesang Romantik, Tod, Spiritualität, Melancholie Paradise Lost, Tristania, Theatre of Tragedy

Diese Vielfalt erklärt, warum „Metal definition“ in Suchmaschinen so häufig aufploppt: Metal bedeutet je nach Subgenre etwas anderes – und genau das macht die Szene lebendig.

Metal, Sprache und Bedeutung – „Metal englisch“, „Metal deutsch“

Sprachlich tauchen zum Thema Metal häufig Fragen auf wie:

  • „Metal englisch – heißt das wirklich nur Metall?“
  • „Metal oder Metall – was ist korrekt?“

Kurz und klar:

  • Metal (englisch): bedeutet wörtlich „Metall“, meint im Musik-Kontext aber Heavy Metal Music.
  • Metall (deutsch): chemisches Element oder Werkstoff.
  • Metal auf Deutsch in der Alltagssprache meint fast immer die Musikrichtung.

In Rezensionen, auf Festivalplakaten und in Musikblogs (auch in unserem Bereich Musik Reviews – Metal, EBM, Industrial) nutzt du den englischen Begriff „Metal“, weil er als Genrebezeichnung etabliert ist.

Ästhetik des Metal – vom Cover zur Kleidung

Metal war von Anfang an visuell stark geprägt. Die Entstehung des Metal ist immer auch eine Geschichte seiner Bilder.

Albumcover und Dark Art

Schon in den 70ern und 80ern setzten Metal-Bands auf markante Cover:

  • Comic-artige Maskottchen (Eddie, Vic Rattlehead)
  • apokalyptische Landschaften
  • mystische und okkulte Symbole

Modecodes der Metal-Szene

Typische Elemente, die sich bis heute halten:

  • schwarze Bandshirts
  • Nieten, Leder, Kutten mit Patches
  • Boots, Ketten, Ringe, Choker

Metal als Haltung – Rebellion, Community und Werte

Gemeinschaft statt Charts

Schon in den frühen Tagen richtete sich Metal an Menschen, die sich nicht im Mainstream wiederfinden. Das gilt auch heute:

  • Outsider, Nerds, Kreative, Queers, Aktivist*innen
  • Leute mit Liebe zu dunkler Ästhetik, Horror, Fantasy, Sci-Fi
  • Menschen, die auf Konzerten und Festivals Community spüren

Metal lebt von Treue statt von kurzlebigen Trends. Fans folgen Bands durch Phasen, Genrewechsel, Besetzungswechsel.

Werte in der Szene

Die Entstehung des Metal war von Auflehnung gegen Normen geprägt. In den 80ern versuchten konservative Gruppen, Metal als „böse“ zu verbannen. Viele Bands reagierten mit:

  • Ironie
  • offener Gesellschaftskritik
  • klarer Abgrenzung von faschistischen Ideologien

Die heutige Metal- und Gothic-Szene positioniert sich in großen Teilen antifaschistisch, inklusiv und queerfreundlich

Metal im Jahr 2026 – eine lebendige, wachsende Kultur

Metal ist längst kein Relikt aus den 80ern. 2026 zeigen verschiedene Entwicklungen, wie aktiv die Szene bleibt:

  • Festivals wie Wacken kündigen für 2026 Line-ups an, in denen Legenden wie Judas Priest neben neueren Acts stehen.
  • Iron Maiden und Volbeat spielen als Headliner auf großen Festivals wie Rock am Ring und Rock im Park.
  • Das Tons of Rock-Festival in Norwegen präsentiert 2026 eines der bislang stärksten Metal-Programme mit Iron Maiden, Bring Me the Horizon, Limp Bizkit und Klassikern wie Mayhem und Anthrax.
  • Familienfreundliche Formate wie Heavysaurus beim Circle of Steel Festival öffnen Metal für jüngere Fans, ohne den Sound weichzuspülen.

Gleichzeitig floriert der Underground, technisch extreme Bands gehen unabhängig neue Wege, und Symphonic- und Power-Metal-Bands veröffentlichen neue Alben mit massiver Resonanz.

Metal bleibt dynamisch, widersprüchlich, kreativ – und genau diese Mischung macht das Genre für Gothic- und Dark-Fashion-Fans so spannend.

 

FAQ zu Metal und seiner Entstehung

Was ist Metal?

Metal ist eine Musikrichtung, die aus Rock ’n’ Roll und Hard Rock hervorging und sich durch laute, verzerrte Gitarren, markante Riffs, druckvolles Schlagzeug und intensive Vocals auszeichnet. Metal Music umfasst zahlreiche Subgenres wie Heavy Metal, Thrash Metal, Death Metal oder Black Metal. Neben der Musik steht Metal für eine Subkultur mit eigener Mode, Symbolik und Community, die sich deutlich von Mainstream-Pop absetzt.

Wie ist Metal entstanden?

Metal entstand Ende der 1960er und Anfang der 1970er-Jahre aus Blues Rock, Hard Rock und Psychedelic Rock. Bands wie Black Sabbath, Deep Purple und Led Zeppelin legten mit schweren Riffs, düsteren Themen und lauter Produktion den Grundstein für Heavy Metal. In den 1980ern entwickelten sich daraus weitere Metal-Genres wie Thrash Metal, Glam Metal und Power Metal, später folgten Extreme-Metal-Formen wie Death und Black Metal.

Was bedeutet Metal auf Deutsch?

Wörtlich übersetzt heißt „Metal“ im Englischen „Metall“. In der Alltagssprache im deutschsprachigen Raum meint „Metal“ jedoch fast immer die Musikrichtung, also Heavy Metal Music. Wenn du „Metal auf Deutsch“ liest, geht es daher meistens um das Musikgenre, nicht um das chemische Material Metall.

Was unterscheidet Metal von Rock?

Metal basiert zwar auf Rock, setzt aber stärker auf Härte, Lautstärke und extreme Emotion. Gitarren sind bei Metal stärker verzerrt, Riffs prägnanter, Drums druckvoller, und die Themen reichen von Rebellion und Fantasy bis zu Tod, Spiritualität und Gesellschaftskritik. Rock kann von soft bis hart reichen, Metal fokussiert aber konsequent auf die intensivere, schwerere Seite des Spektrums.

Welche Metal Bands sind für die Entstehung des Genres am wichtigsten?

Für die Entstehung des Metal gelten Black Sabbath, Deep Purple und Led Zeppelin als Schlüsselfiguren. In den 1970ern etablierten Judas Priest den typischen Metal-Sound und -Look. Die New Wave of British Heavy Metal mit Bands wie Iron Maiden und Saxon prägte die nächste Generation. Später definierten Metallica, Slayer, Megadeth und Anthrax den Thrash Metal, während Helloween, Blind Guardian und andere den europäischen Power Metal formten.

Was ist der Unterschied zwischen Metal oder Metall?

„Metall“ bezeichnet das Material, etwa Eisen, Stahl oder Kupfer. „Metal“ beschreibt hier die Musikrichtung, also Heavy Metal Music mit all ihren Subgenres. In SEO-Kontexten tauchen Suchanfragen wie „Metal oder Metall“ oder „Metal material“ auf, weil Suchmaschinen nicht immer erkennen, ob es um Werkstoffkunde oder um Metal Music geht. Wenn du dich für Bands, Festivals und Metal-Genres interessierst, such idealerweise mit Begriffen wie „Metal Music“, „Metal Bands“ oder „Metal Genres“.

Wie hängt Metal mit Gothic zusammen?

Metal und Gothic teilen die Vorliebe für dunkle Ästhetik, existenzielle Themen und nonkonforme Lebensstile. Musikalisch treffen sich beide in Genres wie Gothic Metal, Dark Metal oder symphonischem Metal. In der Mode überschneiden sich schwarze Kleidung, Dark Fashion, Choker, okkulte Symbole und kunstvolle Prints. Viele Outfits in der Gothic-Szene greifen Metal-Elemente auf, und umgekehrt tragen Metal-Fans gerne Gothic-Schmuck und Dark-Art-Shirts.

 

Vorheriger Beitrag

WGT Guide

WGT Guide

Aktualisiert am 14 March 2026

Nächster Beitrag

Wie Elektro in die Gothic Musik kam

Wie Elektro in die Gothic Musik kam

Aktualisiert am 02 March 2026

Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen.

Passend dazu